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Behindertenbeauftragte präsentiert:
Die barrierefreie Heiner-Carow-Preisverleihung & Filmvorführung „Die Reise nach Sundevit“ im Kino International

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Ausgabejahr 2018
Datum 22.02.2018

Die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Verena Bentele, unterstützt im zweiten Jahr in Folge die Heiner-Carow-Preisverleihung, welche heute im Rahmen des Panorama Programms der 68. Berlinale stattfindet. Sowohl die Verleihung, als auch die anschließende Filmvorführung im Kino International sind barrierefrei.
Die DEFA-Stiftung hat im Zuge der Restaurierung und digitalen Aufbereitung des Heiner-Carow-Films „Die Reise nach Sundevit“ eine barrierefreie Fassung anfertigen lassen, so dass nun auch Menschen mit Sinnesbeeinträchtigungen in den Genuss des DEFA-Klassikers kommen.

Verena Bentele betont, dass die kulturelle Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ein wichtiger Aspekt einer inklusiven Gesellschaft ist. Veranstaltungen wie die Heiner-Carow-Preisverleihung setzen Impulse in die Filmbranche und zeigen was möglich ist.
„Als Filmliebhaberin freue ich mich immer sehr über die Gelegenheit, bei der Heiner-Carow-Preisverleihung der DEFA-Stiftung mitzuwirken. Bewusstseinsbildung ist im Thema Barrierefreiheit immer wichtig und dazu bietet so eine Preisverleihung eine tolle Plattform“, so die Beauftragte.

Die heutigen technischen Möglichkeiten von Audiodeskription und Untertitelung ermöglichen Hör- und Sehbeeinträchtigten ebenfalls am Filmvergnügen des internationalen Filmfestivals teilzuhaben. „Ich freue mich, dass die Berlinale sich auf den Weg zur Barrierefreiheit gemacht hat und einige Filmgespräche mit Gebärdensprachdolmetschung und ebenso einige Filme mit Audiodeskription angeboten werden. Natürlich wünsche ich mir, dass die Anzahl der gedolmetschten Gespräche und barrierefreien Filmvorführungen jedes Jahr weiter zunimmt. Hier ist noch Luft nach oben!“

Fünf Filme präsentiert die Berlinale in diesem Jahr mit Audiodeskription. Deutsche Untertitel und das Filmgespräch auch in Gebärdensprache werden für drei Filme sowie die Berlinale-Preisverleihung angeboten.
Der Heiner-Carow-Preis ist im Rahmen der Berlinale ein besonderes Highlight für die Beauftragte.
Verena Bentele dankt der DEFA-Stiftung und lädt die Kulturschaffenden zur Nachahmung ein: „Kulturelle Teilhabe für alle Menschen sollte Alltag werden, nicht nur auf der Berlinale!“
Die Beauftragte wird am Abend auf der Preisverleihung ein Grußwort sprechen. Restkarten gibt es an der Tageskasse des Kino International ab 13 Uhr.

Mehr Informationen zu inklusiven Filmen auf der Berlinale finden Sie hier.

Zum Preis.
Mit dem Heiner-Carow-Preis werden deutsche Spiel-, Dokumentar- oder Essayfilme aus der Panorama-Sektion der Filmfestspiele ausgezeichnet. Der Preis der DEFA-Stiftung erinnert an den Regisseur Heiner Carow (1929-1997), der in den Babelsberger DEFA-Studios unter anderem Filme wie „Sie nannten ihn Amigo“ (1959), „Die Legende von Paul und Paula“ (1973) und „Coming out“ (1989) inszenierte. Für „Coming out“ erhielt er im Februar 1990 den Silbernen Bären im Berlinale-Wettbewerb. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Über die Vergabe entscheidet eine dreiköpfige Jury.

Zum Film: Die Reise nach Sundevit
DDR, 1966, Regie: Heiner Carow Kamera: Jürgen Brauer

Tim lebt als Sohn eines Leuchtturmwärters direkt an der Ostsee. Doch in den Sommerferien ist es dort ohne seine Freunde recht einsam. Er ist glücklich, als Pioniere ihre Zelte bei ihm aufschlagen. Die Kinder freunden sich an, und er darf mit ihnen nach Sundevit fahren, um dort die Ferien zu verbringen. Einen Auftrag aber muss er vor der Reise noch schnell erledigen. Unterwegs trifft er immer wieder auf Menschen, die seine Hilfe brauchen. Er hilft, obwohl ihm die Zeit davonläuft.

22. Februar 2018
17 Uhr Preisverleihung mit anschließender Filmvorführung
Kino International
Karl-Marx-Allee 33, 10178 Berlin

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
www.defa.de
www.berlinale.de