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Pfle­ge­ver­si­che­rung

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In den 1990er Jahren wurde die Pflegeversicherung in Deutschland eingeführt. Sie ist der fünfte und jüngste Zweig der Sozialversicherung und ist im Elften Buch des Sozialgesetzbuchs geregelt (SGB XI).

In der Pflegeversicherung gilt der gleiche Grundsatz wie in der Krankenversicherung: Es wird zwischen Versicherungspflichtigen und „freiwillig Versicherten“ unterschieden. Wie in der Krankenversicherung unterliegen beide Gruppen der Pflicht, eine Pflegeversicherung zu unterhalten. Allgemein gilt: Gesetzlich Krankenversicherte sind in der Sozialen Pflegeversicherung (SPV) und privat Krankenversicherte in der Privaten Pflegepflichtversicherung (PPV) gegen das Risiko der Pflegebedürftigkeit versichert.

Die Leistungen der PPV entsprechen jenen der SPV. Diese sollen Menschen mit Pflegebedarf helfen, ein möglichst selbständiges und selbstbestimmtes Leben zu führen. Die Pflegeleistungen müssen dabei immer auf Teilhabe ausgerichtet sein. Diesem Ansatz entsprechend eröffnet die Pflegeversicherung den Pflegebedürftigen die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wie und von wem sie gepflegt werden wollen. Sie haben die Wahl, ob sie Hilfe von professionellen Fachkräften in Anspruch nehmen (Sachleistungen) oder aber Geld beziehen wollen, welches sie pflegenden Angehörigen als finanzielle Anerkennung geben können. Allerdings muss beachtet werden, dass die Pflegeversicherung nicht als Vollversicherung angelegt ist. Viele Menschen mit Pflegebedarf tragen deshalb finanzielle Eigenanteile und können insbesondere bei Bedürftigkeit auch andere Träger in Anspruch nehmen.

Zusätzlich zur SPV oder PPV bieten einige Versicherungsunternehmen private Pflegezusatzversicherungen an.