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So­zi­al-Hil­fe und Grund-Si­che­rung
nach dem So­zi­al-Ge­setz-Buch 12

Nutzen Sie auch

Eine Hand reicht einer anderen Hand einen Fuenfeuroschein.Quelle:  © Lebenshilfe Bremen

Menschen mit Behinderung
haben oft nicht genug Geld zum Leben.
Sie können deshalb verschiedene Hilfen bekommen.
Im Sozial-Gesetz-Buch 12 stehen die Hilfen.

Hier lesen Sie alles Wichtige:


Eingliederungs-Hilfe

Ein Mann in einem Rollstuhl gibt einem stehenden Mann Geldscheine. Vor dem stehenden Mann liegt ein Blatt Papier auf dem Tisch.Quelle:  © Valuing people

Eingliederungs-Hilfe ist eine Unterstützung
für Menschen mit Behinderung.
Sie können wegen ihrer Behinderung oft nicht
alleine am Leben in der Gesellschaft teilnehmen.
Sie brauchen dafür besondere Unterstützung.
Zum Beispiel beim Wohnen.
Da hilft ihnen die Eingliederungs-Hilfe.

Zwei Männer stehen an einem Herd mit Ofen. Der eine sitzt im Rollstuhl und rührt in einem Topf. Der andere hält ein Kochbuch.Quelle:  © Lebenshilfe Bremen

Menschen mit einer Behinderung haben ein
Recht auf Eingliederungs-Hilfe.
Egal, welche Behinderung sie haben:
Menschen mit einer Körper-Behinderung,
mit einer seelischen Behinderung
oder mit Lernschwierigkeiten.
Das steht im Sozial-Gesetz-Buch 12.

Im Gesetz steht eine Liste mit verschiedenen Hilfen.

Manchmal gibt es auch noch andere Hilfen.

Das sind die wichtigsten Eingliederungs-Hilfen:

  • Ein Mann sitzt auf einem Gymnastikball. Er hält ein Gummiband über dem Kopf. Eine Frau kniet neben ihm und stützt ihn.Quelle:  © Lebenshilfe Bremen

    Medizinische Reha

  • Ein Mann erklärt ein Gerät. Vier Schüler sitzen drum herum.Quelle:  © Lebenshilfe Bremen

    Hilfe zur Teilhabe am Arbeits-Leben

  • Eine Frau bindet eine Mullbinde um das Bein einer anderen Frau, die im Rollstuhl sitzt.Quelle:  © Lebenshilfe Bremen

    Hilfe zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft

Eine Hand reicht einer anderen Hand einen Fuenfeuroschein.Quelle:  © Lebenshilfe Bremen

Zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft gehören:
Hilfe zum Lebens-Unterhalt,
Grund-Sicherung und
Hilfe zur Pflege.

Wichtig ist:
Hilfe zur Teilhabe am Leben bekommen
nur Menschen mit wenig Geld.
Sie müssen zuerst ihr eigenes Geld dafür benutzen.
Ihren Lohn oder ihr gespartes Geld.

Auch die Eltern oder die Kinder
müssen einen armen Menschen unterstützen.

Wenn das alles nicht reicht,
kann jemand Eingliederungs-Hilfe bekommen.
Zum Beispiel von einem Sozial-Amt.


Hilfe zum Lebens-Unterhalt

Eine ausgestreckte Hand in der einige Münzen und ein fuenf Euroschein liegen.Quelle:  © Lebenshilfe Bremen

Einige Menschen mit Behinderung
verdienen nur wenig Geld.
Sie können nicht davon leben.

Ein Gebäude von dem ein Pfeil abgeht und auf einige Geldscheine zeigt. Von den Geldscheinen gehen mehrere Scheine ab und zeigen auf einen Teller mit Essen, ein Haus und eine Hand mit ein wenig Geld.Quelle:  © Lebenshilfe Bremen

Vielleicht verdient auch ihr Partner
oder ihre Partnerin nur wenig.
Dann können die Menschen
Hilfe zum Lebens-Unterhalt bekommen.
Wir sagen dazu auch Sozial-Hilfe.
Diese Hilfe bekommen Menschen mit Behinderung,
die später vielleicht wieder arbeiten können.


Grund-Sicherung

Ein Gebäude von dem ein Pfeil abgeht und auf einige Geldscheine zeigt. Von den Geldscheinen gehen mehrere Scheine ab und zeigen auf einen Teller mit Essen, ein Haus und eine Hand mit ein wenig Geld.Quelle:  © Lebenshilfe Bremen

Eine andere Hilfe heißt Grund-Sicherung.
Diese Hilfe ist für Menschen,
die nie mehr arbeiten können.
Einige Menschen können noch 3 Stunden am Tag arbeiten.
Aber sie finden keine Arbeit.
Dann können sie auch Grund-Sicherung bekommen.

Viele Euroscheine von denen ein Pfeil auf eine ältere Frau und einen älteren Mann zeigt.Quelle:  © Lebenshilfe Bremen

Einige Rentner haben eine sehr kleine Rente.
Sie können zur Rente dazu noch Grund-Sicherung bekommen.

In den nächsten Jahren gibt es die Alters-Rente immer später.
Dann gibt es auch die Grund-Sicherung für Rentner später.

Eine ältere Frau und ein Mann mit Anzug sitzen in Ohrensesseln. Der Mann liest ein Buch.Quelle:  © Valuing people

Bei Ehe-Paaren kommt es auf das Geld von beiden an.
Auch Eltern oder Kinder müssen manchmal
einen Menschen mit Grundsicherung unterstützen.
Aber dann müssen sie sehr viel Geld verdienen.
Mindestens 100.000 Euro im Jahr.


Hilfe zur Pflege

Eine Frau hilft einem Mann beim Aufstehen vom Bett.Quelle:  © Lebenshilfe Bremen

Viele Menschen mit Behinderung brauchen Pflege.
Zum Beispiel beim Waschen und Duschen.
Dann können sie Geld von der
Pflege-Versicherung bekommen.

Eine Hand reicht einer anderen Hand einen Fuenfeuroschein.Quelle:  © Lebenshilfe Bremen

Aber manchmal brauchen Menschen
sehr viel Pflege.
Das Geld von der Pflege-Versicherung
reicht dann nicht.
Diese Menschen können dann beim Sozial-Amt
einen Antrag stellen.
Sie können Hilfe zur Pflege bekommen.
Aber bei der Hilfe zur Pflege ist wichtig:
Wer Geld verdient oder Geld gespart hat,
muss die Pflege zuerst mit seinem Geld bezahlen.
Auch der Ehe-Partner muss seinen Mann
oder seine Frau unterstützen.

Ein Buch mit einem Paragrafenzeichen ist abgebildet.Quelle:  © Lebenshilfe Bremen

Hilfe zur Pflege bekommen Menschen nur,
wenn ihr Geld nicht für die Pflege reicht.
Das steht im Sozial-Gesetz-Buch 12.
Dort steht im Paragraf § 61
und in den nächsten Paragrafen mehr dazu.
Einige Menschen sind schwerst-pflege-bedürftig.
Einige verdienen trotzdem Geld.
Aber sie brauchen sehr viel Geld für die Pflege.
Mehr als sie verdienen.
Dann bekommen sie auch Hilfe zur Pflege.

Sie dürfen dann einen bestimmten Betrag
von ihrem verdienten Geld behalten.
Dieser Betrag heißt Einkommens-Grenze.
Wie viel das ist, steht im Sozial-Gesetz-Buch 12.

Einige Menschen dürfen mehr als die Hälfte
von ihrem verdienten Geld behalten.
Sie bekommen die Hilfe zur Pflege dazu.
Das sind zum Beispiel:
Schwerst-pflege-bedürftige Menschen
und blinde Menschen.
Was schwerst-pflege-bedürftig bedeutet,
steht im Paragraf § 64 Absatz 3.
Was blind bedeutet, steht im Paragraf § 72.


Eigenes Geld

Eine Frau im Rollstuhl hat Geldscheine in der Hand und blickt mürrisch. Ein Mann mit Aktentasche greift nach den Geldscheinen.Quelle:  © Valuing people

Nur Menschen mit wenig Geld bekommen
diese Hilfen.
Wenn Menschen genug Geld verdienen,
müssen sie viel selber bezahlen.
Aber jeder darf einen Teil
von seinem verdienten Geld behalten.
Auch von dem gesparten Geld
darf man etwas behalten.
Das steht im Gesetz.

Ein Mensch im Rollstuhl sitzt einem anderen Menschen in einem Büro gegenüber und gibt ihm ein Blatt Papier.Quelle:  © Lebenshilfe Bremen

Aber im Gesetz steht nicht:
Soviel Euro genau muss jemand bezahlen.
Die Mitarbeiter im Sozial-Amt müssen prüfen,
wie viel Geld die Menschen für ihr Leben brauchen.
Vielleicht braucht jemand eine teure Diät.
Oder jemand braucht für seine Arbeit
ein großes Auto.

Danach berechnen die Mitarbeiter im Sozial-Amt,
wie viel die Menschen von ihrem Geld
behalten dürfen.

Im Sozial-Gesetz-Buch steht auch:
Die Sozial-Ämter müssen aufpassen,
dass es für die Menschen gerecht ist.

Das Gesetz schützt auch ein bestimmtes Vermögen.

Ein Badezimmer mit Waschbecken, Spiegel, Toilette und Eckdusche.Quelle:  © Lebenshilfe Bremen

Zum Beispiel:
Eine Familie hat ein eigenes Haus.
Die Mutter sitzt im Rollstuhl.
Das Haus ist für sie sehr gut geeignet.
Es hat keine Stufen und breite Türen.
Das Bad hat eine eben-erdige Dusche.
Dann muss die Familie das Haus nicht verkaufen.

Die Mutter kann trotzdem Hilfen
vom Sozial-Amt bekommen.
Zum Beispiel:
Hilfen zur Gesundheit,
Eingliederungs-Hilfe,
Hilfe zur Pflege.

Ein Frau mit einem Richterumhang, einem Hammer und Gesetzbüchern ist abgebildet.Quelle:  © Lebenshilfe Bremen

Es wäre für die Familie sehr schlimm,
wenn sie das Haus verkaufen müssten.
Das Sozial-Amt bestimmt,
was die Menschen behalten können.
Aber die Menschen können dagegen Widerspruch einlegen.
Oder sie können vor Gericht dagegen klagen.

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