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Behindertenbeauftragte präsentiert Heiner-Carow-Werk auf der Berlinale

Barrierefreie Filmvorführung im Kino International

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Ausgabejahr 2017
Datum 02.02.2017

In wenigen Tagen eröffnet die Berlinale. Auf den Internationalen Filmfestspielen werden in diesem Jahr etwa 400 Filme gezeigt. Darunter werden sieben Filme und zehn Aufführungen für blinde und sehbehinderte Kinofans angeboten. Dabei stellt der Filmklassiker „Bis dass der Tod euch scheidet“ aus dem Jahr 1979 ein besonderes Highlight dar. Das Werk des Regisseurs Heiner Carow wurde von der DEFA-Stiftung restauriert, digitalisiert und mit Unterstützung der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Verena Bentele, barrierefrei gemacht.

Verena Bentele sagte: „Menschen mit und ohne Behinderungen lieben Filme. Am Erlebnis Film teilzuhaben, erfordert umfassende Barrierefreiheit durch Untertitel für gehörlose Menschen, Audiodeskription für seheingeschränkte Menschen und zugängliche Räumlichkeiten. Ich freue mich, dass ich mit meinem Beitrag Barrieren auf der Berlinale abbauen kann. Der Zugang zu Kultur ist ein wichtiger Aspekt von Teilhabe. Ich wünsche mir, dass die DEFA-Stiftung und die Filmfestspiele das Augenmerk noch stärker auf Barrierefreiheit lenken.“

Ralf Schenk, Vorstand der DEFA-Stiftung betonte: „Es ist für die DEFA-Stiftung eine spannende und wichtige Aufgabe, das Filmerbe der DDR allen Menschen zugänglich zu machen. Die Vorführung von „Bis dass der Tod euch scheidet“ zum Heiner-Carow-Preis ist das erste Projekt, das wir barrierefrei gestalten. Wir sind gespannt auf die Resonanz beim Publikum und freuen uns, dass wir mit Frau Bentele und ihrem Team kompetente Partnerinnen und Partner an unserer Seite haben.“

Mit dem Heiner-Carow-Preis werden deutsche Spiel-, Dokumentar- oder Essayfilme aus der Panorama-Sektion der Filmfestspiele ausgezeichnet. Der Preis der DEFA-Stiftung erinnert an den Regisseur Heiner Carow (1929-1997), der in den Babelsberger DEFA-Studios unter anderem Filme wie „Sie nannten ihn Amigo“ (1959), „Die Legende von Paul und Paula“ (1973) und „Coming out“ (1989) inszenierte. Für „Coming out“ erhielt er im Februar 1990 den Silbernen Bären im Berlinale-Wettbewerb. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Über die Vergabe entscheidet eine dreiköpfige Jury.

Die Preisverleihung findet Donnerstag, 16. Februar 2017, um 17 Uhr im Kino International (Karl-Marx-Allee 33, 10178 Berlin) statt. Nach der Benennung des Preisträgers wird erstmals die barrierefreie Fassung von Heiner Carows Film „Bis dass der Tod euch scheidet“ gezeigt.

Fotos erhalten Sie in der Presseabteilung der Berlinale:
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