Navigation und Service des Auftritts der Behindertenbeauftragten Verena Bentele

„Inklusion bewegt Deinen Kiez“

Zweites inklusives Kinder- und Jugendfest in Berlin war ein großer Erfolg

Nutzen Sie auch

Ausgabejahr 2017
Datum 19.07.2017

Die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Verena Bentele, feierte am 16. Juli mit etwa 1.500 Besucherinnen und Besuchern jeden Alters das zweite inklusive Kinder- und Jugendfest. Auf dem Lipschitzplatz in Berlin-Neukölln ging es unter dem Motto „Inklusion bewegt deinen Kiez“ darum, gemeinsam Inklusion zu leben und Neues auszuprobieren. Highlights waren etwa ein Kurs in Gebärdensprache, Kinder, die mit einem Profi auf der Bühne rappen konnten und ein Rollstuhlparcous. Dabei stand im Vordergrund, dass jede Besucherin und jeder Besucher unabhängig von Beeinträchtigung oder Alter mitmachen konnte und Spaß hatte. Ein Fest „auf Augenhöhe“ für alle Berlinerinnen und Berliner und natürlich vor allem für die Berliner Kinder.

„Mich begeistert es, wenn Inklusion spielerisch erlebt wird. Im Spielen lernen wir unsere Fähigkeiten kennen und gehen ohne Berührungsängste auf andere zu. Diese Fähigkeit von Kindern ist auch für Erwachsene wichtig, um in einer Gesellschaft für alle zu leben. Mit meinem Fest möchte ich zeigen, dass Inklusion für alle eine Bereicherung ist“, sagte die Beauftragte über die Veranstaltung. Zu den auftretenden Künstlern zählten die Band Pelemele, Sittin’Bull und der Rapper Graf Fidi. Es gab eine gemeinsame Tape-Art Aktion, Fotos zum Selbermachen und einen Workshop mit Rap-Gebärden. Der Rolli-Parcours überraschte manchen, weil schnell klar wurde, dass für das Überwinden einer steilen Rampe oder zum Öffnen einer Tür Muskelkraft und ein guter Gleichgewichtssinn gefragt sind. Auch die Schnupperkurse im Rollstuhlkarate und Rollibasketball zeigten, dass der Rollstuhl ein anspruchsvolles Sportgerät ist. Moderiert wurde das Kinder- und Jugendfest von Robert von Radio Teddy.

Verena Bentele bedankt sich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihr Engagement. „Gerade die Beteiligung örtlicher Institutionen und die Unterstützung der Neuköllner Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey haben dafür gesorgt, dass Inklusion wirklich den Kiez bewegen konnte.“

Beim inklusiven Kinder- und Jugendfest wurde deutlich, dass Inklusion allen Menschen hilft, um ohne Hürden gemeinsam zu leben. Menschen mit und ohne Behinderungen, alte und junge Besucher, Menschen mit Migrationshintergrund, große und kleine Besucher haben sich für das Vorlesezelt, für das Kinderschminken und das Blinden-Tischtennis Showdown begeistert. Initiativen wie das Kinder- und Jugendfest beweisen, dass gleichberechtigte Teilhabe umgesetzt werden kann, wenn Politik, Verwaltung, Organisationen und die Menschen vor Ort Hand in Hand Angebote konzipieren und gestalten. Verena Bentele: „Unser Fest soll alle ermutigen, den Inklusionsgedanken auch bei anderen Aktivitäten in den Bereichen Kultur, Sport und Freizeit zu leben.“