Navigation und Service des Auftritts der Behindertenbeauftragten Verena Bentele

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Was macht eigentlich die Beauftragte der Bundesregierung?

Hier finden Sie Eindrücke von Terminen, die in letzter Zeit wahrgenommen wurden.


Eine Frau und ein Mann stehend im Gespräch. Im Hintergrund weitere Personen auf Stühlen in Sitzreihen.

27.06.2017Medienangebote für Kinder inklusiv machen

Zur 25. Ausgabe des Kinderfilmfestivals „Goldener Spatz“ trafen sich Medienmacher und Programmverantwortliche am 16. Juni 2017 in Erfurt. Die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Verena Bentele, lud in Kooperation mit dem Grimme-Institut und „die medienanstalten“ zum Fachgespräch unter dem Titel „Alle(s) anders?“. Ziel war es, mit Programmverantwortlichen und Expert*innen aus der Medien- und Filmbranche dem Themenkomplex Menschen mit Behinderungen und Kinder- und Jugendmedien auf die Spur zu kommen

In drei Workshops und einer Podiumsdiskussion wurde deutlich, dass es bereits einige gute Ansätze gibt. Besonders die Kinder- und Jugendmedien sind bemüht, Vielfalt in ihren Beiträgen aufzuzeigen und Barrierefreiheit herzustellen. Doch auch hier ist noch Luft nach oben, wie der Vortrag am Vormittag von Professor Dr. Ingo Bosse zur „Mediennutzung von Menschen mit Behinderungen“ deutlich machte. Alle Gruppen von Menschen mit Behinderungen nutzen das Fernsehen beispielsweise mindestens so stark wie die Gesamtbevölkerung, aber sie stoßen dabei nach wie vor auf Barrieren.

Als gute Beispiele für inklusive Medienangebote sind partizipative Ansätze wie die jungen Filmbeschreiber von doxs, der Kinder- und Jugendsektion der Duisburger Filmwoche oder die Jugendnachrichten des NDR mit Gebärdensprache zu nennen. Normalität sind Darsteller*innen mit Behinderungen in den Medien jedoch noch nicht. Das hat auch mit der fehlenden Möglichkeit zur Ausbildung von Schauspieler*innen, Redakteur*innen und Medienschaffenden mit Behinderungen zu tun. „Menschen mit Behinderungen müssen unbedingt Zugang zu Schauspiel- und Filmschulen und Journalistenschulen bekommen“, so Verena Bentele. „Es kann nicht sein, dass Menschen mit Behinderungen hier von Berufsfeldern ausgeschlossen werden, die maßgeblich daran beteiligt sind, welches Bild wir in der Öffentlichkeit von Behinderung haben.“ In Bezug auf Kinderdarsteller*innen stellte die Beauftragte klar: „Bei Kindern und Jugendlichen als Laiendarstellern gilt das Argument der fehlenden qualitativen Ausbildung nicht. Kinderdarsteller*innen haben mit und ohne Behinderungen in der Regel keine Schauspielausbildung. Hier braucht es den Mut von engagierten und weitsichtigen Produzenten, Castern und Regisseuren.“

Das Fachgespräch zeichnete sich durch eine hohe Expertise und sehr lebhafte Diskussion aus. So wurden neben der Ausbildungssituation, auch die Frage nach einer Quote für Menschen mit Behinderungen in den Medien und der technische Stand der Barrierefreiheit diskutiert.

Das Podium war am Nachmittag sehr gut besetzt. Anwesend war neben Michael Stumpf, Programmgeschäftsführer von KiKA, etwa der Münchner Schauspieler Erwin Aljukic, der unter anderem fast 13 Jahre lang in der Fernsehserie „Marienhof“ die Rolle eines körperbehinderten EDV-Technikers spielte und der damit zu den wenigen langfristig besetzten Schauspielern mit Behinderungen in Deutschland gehört. Der Filmemacher Marco Giacopuzzi aus Frankfurt, der mit dem Film „Jons Welt“ über das Lebensgefühl eines autistischen Jungen im Wettbewerb des Goldenen Spatz vertreten war, und Raúl Krauthausen von den Sozialhelden e.V. gehörten ebenfalls zu den Diskutanten. Moderiert wurde die Veranstaltung von Kübra Sekin.

In einem Saal mit Sitzreihen sitzen im Vordergrund eine grauhaarige Frau mit Brille und die blonde Beauftragte. Vor ihnen befindet sich ein Schild mit der Aufschrift „Germany (VP)“.

19.06.2017 Besuch der Vertragsstaatenkonferenz zur UN-BRK in New York

Auf der 10. Vertragsstaatenkonferenz zur UN-Behindertenrechtskonvention ging es vom 13. bis 15. Juni 2017 um das Thema „Einbeziehung und volle Beteiligung von Menschen mit Behinderungen und ihren repräsentativen Organisationen bei der Umsetzung der Konvention in der nächsten Dekade“ und um eine inklusive Entwicklungszusammenarbeit. Die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Verena Bentele, war neben der Parlamentarischen Staatssekretärin Gabriele Lösekrug-Möller vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales Teil der deutschen Delegation in New York. An dieser Konferenz nahmen mit 174 Vertragsstaaten so viele teil wie nie zuvor. Auch Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft waren Dank des Engagements Deutschlands und weiterer Staaten vor Ort in die Diskussionen eingebunden.

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Auf der Bühne stehen 7 Männer und Frauen. An der Wand dahinter steht "Jahresempfang 2017".

19.05.2017 Jahresempfang mit Blick in die Zukunft

"Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben." Dieses Zitat von Albert Einstein war das Motto des Jahresempfangs der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen am 17. Mai 2017 in Berlin. Verena Bentele bedankte sich bei ihren Gästen für die gemeinsame Gestaltung der Politik von und für Menschen mit Behinderungen. Mit Bezug auf das Bundesteilhabegesetz sagte die Beauftragte in ihrer Rede: „Wir stehen bei der erfolgreichen Umsetzung erst am Anfang. Jetzt sind die Länder am Zug.“ Sie forderte alle Anwesenden auf, sich gegenüber den Landesregierungen Gehör zu verschaffen, damit das Bundesteilhabegesetz im Sinne der Betroffenen umgesetzt wird. Die Beauftragte freute sich über Erfolge wie das Budget für Arbeit oder die unabhängige Teilhabeberatung.Ehrengast der Veranstaltung war Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der in Begleitung seiner Ehefrau Elke Büdenbender erschien. Der Bundespräsident forderte in seinem Grußwort ein Ende der Diskriminierung. „Berührungsängste und Vorurteile verschwinden nur, wenn Menschen mit und ohne Behinderung sich begegnen“, so Steinmeier. Deshalb müssten möglichst viele Menschen bei der „Inklusion mitmachen und selbst erleben, dass Offenheit und Toleranz zu einem besseren Miteinander führen, von dem am Ende alle etwas haben.“

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Menschen vor dem Brandenburger Tor stehen vor einer Bühne. Auf der Bühne spricht Verena Bentele.

09.05.2017Protest der Menschen mit Behinderungen

Mit hunderten Teilnehmer*innen ging die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen am 5. Mai in Berlin auf die Straße. Anlass war das 25-jährige Jubiläum des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Die Demonstration unter dem Motto „Wir gestalten unsere Stadt. Einfach machen - für alle“ zog die Straße Unter den Linden entlang bis zum Brandenburger Tor. Verena Bentele betonte in ihrer Rede, wie viel in den vergangenen 25 Jahren erreicht wurde: „Die Politik nimmt Menschen mit Behinderungen jetzt wahr und nimmt vor allem die hohe Kompetenz ernst. Es finden intensive Diskussionen statt.“ Das war besonders in dem Prozess um die Schaffung des Bundesteilhabegesetzes deutlich. Die Beauftragte dankte den vielen engagierten Mitstreiter*innen: „Aktive Menschen mit Behinderungen gestalten die Politik in Deutschland mit!“ Als nächste Veränderungen forderte Bentele umfassende Teilhabe auf allen Gebieten, auch durch die Abschaffung pauschaler Wahlrechtsausschlüsse. Zudem betonte die Beauftragte ihr Ziel, private Anbieter von Produkten und Dienstleistungen zu Barrierefreiheit zu verpflichten. Dafür müsse so bald wie möglich das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, kurz AGG, novelliert werden.

Verena Bentele steht am Rednerpult und spricht zum Publikum

28.04.2017 „Wahlrecht für Alle“

„Wahlrecht für Alle“ hieß die Veranstaltung, zu der die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Verena Bentele, am 25. April 2017 gemeinsam mit der Vorsitzenden der Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V., Ulla Schmidt, in das Berliner Kleisthaus geladen hatte. Intensiv setzten sich Podiumsteilnehmer und Gäste mit den Argumenten auseinander, die für eine sofortige Abschaffung von Wahlrechtsausschlüssen sprechen. Mehr als 84.000 Menschen in Deutschland sind derzeit von Wahlen ausgeschlossen, weil sie eine Betreuung in allen Angelegenheiten haben.

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