Navigation und Service des Auftritts der Behindertenbeauftragten Verena Bentele

Beste Stimmung beim inklusiven Kinderfest in Berlin

25.07.2017

Mit gut 1.500 Besucher*innen feierte die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Verena Bentele, am Sonntag, 16. Juli 2017 ein großes Fest - das 2. inklusive Kinder- und Jugendfest, dieses Mal auf dem Lipschitzplatz in Berlin-Neukölln.

Unter dem Motto „Inklusion bewegt DEINEN KIEZ“ fanden zahlreiche Aktivitäten im Kiez der Gropiusstadt statt. Ziel war ein inklusives Fest in jeder Hinsicht, für Kinder und Jugendliche und deren Familien, zugänglich für alle Berlinerinnen und Berliner. Verena Bentele sagte auf der Feier: „Tage wie diese sind es, an denen mir mein Amt besonders viel Spaß macht. Denn das Fest hat mir gezeigt, dass Inklusion funktioniert, wenn alle mitmachen.“

Die eigenen Talente entdecken und Neues lernen konnten die kleinen und großen Besucher*innen bei den vielen Mitmach-Aktionen. Der Rollstuhlparcours beispielsweise zeigte Kindern und Erwachsenen, welche Herausforderungen der Alltag mit Schrägen, Rampen und zu durchfahrenden Türen bietet. Beim Rollstuhlbasketball wiederum lernten alle Besucher*innen den Rollstuhl als Sportgerät für ein temporeiches Ballspiel kennen. Mit ein wenig Übung bewegten sich viele recht geschickt über das Spielfeld und jagten einander die Bälle ab. Und dass Karate auch im Sitzen funktioniert, demonstrierten Sportler*innen auf der Bühne und in einem Workshop.
Der Fotoworkshop bot die Möglichkeit, blind oder mit verbundenen Augen zu fotografieren und dabei moderne Technik zur Unterstützung kennenzulernen.
Die Besucher*innen konnten zudem verschiedene Arten von Kommunikation ausprobieren: Gebärden, das Lorm-Alphabet und die Braille-Schrift. Auf vier Tablets wurde ein Quiz gespielt, gesteuert mittels Taster, Screen Reader, Sprache und Berührung.
Im Vorlesezelt konnten Kinder spannende Geschichten verfolgen, mit den Ohren, aber auch mit den Augen, da neben der Vorleserin auch eine Gebärdendolmetscherin die Geschichte in Gebärdensprache übersetzte.

Das Bühnenprogramm griff die Vielfalt der anwesenden Besucher*innen auf und hatte für jeden etwas zu bieten: In Kurztalks auf der Bühne standen Akteure aus Politik, Verwaltung und der Zivilgesellschaft rund um das Thema "Inklusion" Rede und Antwort. Ein abwechslungsreiches Musikprogramm wurde von Künstler*innen mit und ohne Behinderungen umgesetzt: Von Rap bis Kinderrock reichte die musikalische Bandbreite, die von Pelemele, der Schülerband NeverKnow, Sittin' Bull, Graf Fidi, John Apart und Vokuz geboten wurde. Die Texte wurden von einer Dolmetscherin auf der Bühne eindrucksvoll in die Deutsche Gebärdensprache übertragen.

Auf dem Fest präsentierten sich neben der Beauftragten außerdem das Bezirksamt Neukölln sowie die Schlichtungsstelle BGG und beantworteten Fragen der Besucher*innen.

Für die Beauftragte und ihr Team war das Fest ein großer Erfolg. Denn durch das gemeinsame Ausprobieren der verschiedenen Aktionen konnten Groß und Klein Inklusion in verschiedenen Facetten erleben und ausprobieren, Berührungsängste abbauen und an sich und anderen Stärken und Talente entdecken.

Die Bildaufnahme zeigt die Band Pelemele mit Kindern auf der Bühne von hinten. Vor der Bühne sieht man Besucherinnen und Besucher des Kinderfestes. Pelemele rockt das Kinderfest.Quelle:  Henning Schacht