Navigation und Service des Auftritts der Behindertenbeauftragten Verena Bentele

Erinnern an die Opfer der „Euthanasie“-Morde

27.01.2017

Mit einer bewegenden Gedenkstunde im Deutschen Bundestag und der anschließenden Kranzniederlegung wurde am 27. Januar 2017 speziell der Opfer der sogenannten „Euthanasie“-Morde während der NS-Zeit gedacht. Verena Bentele, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen sagte dazu am Gedenkort T4: „Es ist notwendig, den Opfern einen Namen zu geben, eine Identität, und ihre Geschichten öffentlich zu erzählen. Das Erinnern ist wichtig für eine Welt, in der Offenheit, Menschenwürde und das Recht zum Anderssein unsere Leitwerte sind.“

In der Tiergartenstraße 4 war während der NS-Zeit die verbrecherische „Aktion T4“ geplant und koordiniert worden. Es handelte sich dabei um die systematische Ermordung von Menschen mit sogenannten geistigen oder körperlichen Behinderungen und psychischen Erkrankungen.

Zwei Tage zuvor hatte die Beauftragte bereits zu einem Theaterabend gegen das Vergessen ins Kleisthaus eingeladen. Unter dem Titel „Spurensuche - Was für ein Mensch willst du sein?“ hatten sich Schüler*innen des Ernst-Mach-Gymnasiums München Haar ein Jahr lang mit dem Thema der „Euthanasie“-Morde auseinandergesetzt. Bei ihrem Auftritt machten sie die grausame Trennung der „ungewollten“ von den „gewollten“ Menschen in beeindruckender Weise erlebbar.

Die Beauftragte steht dunkel gekleidet im Freien, vor ihr ist ein großer Blumenkranz aufgestellt. Hinter ihr sind unscharf mehrere Männer und Frauen zu sehen. Zur Kranzniederlegung am Gedenkort in der Tiergartenstraße 4 wurde Verena Bentele von Vertretern aus Politik und Zivilgesellschaft begleitet.Quelle:  Behindertenbeauftragte / Henning Schacht