Navigation und Service des Auftritts der Behindertenbeauftragten Verena Bentele

Behindertenbeauftragte für teilhabeorientierte Psychiatriereform

04.11.2016

Die Behindertenbeauftragten des Bundes und der Länder trafen sich am 3. und 4. November 2016 in Bremen, um über aktuelle Themen der Behindertenpolitik zu sprechen.

Das Bundesteilhabegesetz stand im Mittelpunkt der Beratungen. Hierzu hatten sich die Beauftragten bereits gemeinsam geäußert: http://www.behindertenbeauftragte.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2016/PM21_Erklaerung_BTHG.html

Die traditionelle Erklärung widmete sich diesmal dem Thema Teilhabe und qualitätsorientierte Weiterentwicklung der Psychiatrie auf Bundes- und Landesebene. Dazu stellten die Beauftragten in ihrer „Bremer Erklärung“ fünf Kernforderungen auf: Das Betreuungsrecht soll weg von der ersetzenden Entscheidungsfindung, hin zur unterstützenden Entscheidungsfindung verändert werden.

Der Grundsatz „Ambulant vor stationär" muss auch im psychiatrischen Unterstützungssystem verstärkt umgesetzt werden. Um den Schutz der Unversehrtheit der Person zu sichern, müssen Alternativen zur Zwangsunterbringung und Zwangsbehandlung entwickelt werden. Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen und psychischen Erkrankungen haben ein Recht auf angemessene Versorgung. Und nicht zuletzt gilt es, die Beteiligung von Menschen mit Behinderungen zu stärken und den Leitgedanken „Nichts über uns ohne uns“ auch bei der Weiterentwicklung der Psychiatrie zu beachten und umzusetzen.

Die Bremer Erklärung finden Sie zum Download HIER.

Eine Gruppe von Männern und Frauen hat sich für ein Foto postiert. Einige sitzen im Rollstuhl. Die Landes- und Bundesbehindertenbeauftragten samt Mitarbeiter*innen kamen in Bremen zusammen.Quelle:  Katharina Müller - LBB Bremen